Turnierbericht MEYRA-CUP Vorrunde 2009
Datum: 20.06.2009
Ort: Senftenberg

Hier findet ihr den offiziellen Kommentar. Schaut mal rein!

Da die Dresden „Rolling Lions“ bereits im letzten Jahr den MEYRA-CUP in Halle gewinnen und zu den Finalspielen nach Langenhagen fahren konnten, wollten es die Lions auch dieses Jahr wieder schaffen, den Sieg zu erringen. Das Finalwochenende war nämlich ein wunderbares WE im Zeichen des RBB geworden, was die Lions auch dieses Jahr wieder erleben wollten – gute Laune, nette Leute, andere Mannschaften, leckeres Essen, natürlich gute Spiele und auf jeden Fall jede Menge Spaß!

So gingen die Spieler von Team 1 in wie folgt an den Start:
#4 Spielertrainer Christoph Merthen
#6 Kapitän Jörg Kuka
#7/21 Tino Lowke
#10 Rico Hänel
#11 Frank Hofmann
#12/20 Tony Steyer
#13 Ronny Steidl

Da insgesamt 8 Teams angereist waren, begann das Turnier bereits 8:30 Uhr mit der Eröffnung durch die Veranstalter, Sponsoren und dem Bürgermeister Senftenbergs.
Danach wurden die Gruppen ausgelost und schon 9:00 Uhr gab es die Anpfiffe für die ersten beiden Spiele.

Die Gruppe 1 bestand aus dem Teams:
LC Cottbus – RSC Rollis Zwickau 2 – RBC 96 Halle – SGH Berlin 1
Die Dresdner kamen in Gruppe 2 mit den Teams:
RSC Berlin (Senftenberg Edition) – RSC Eintracht Stahnsdorf – Salutare Wroclaw aus Polen.

1. Spiel: Rolling Lions vs. RSC Berlin (Senftenberg Edition) – 49 : 12

Von Beginn an nahmen die Lions das Ruder in die Hand. Die nicht wie im Ligaspielbetrieb besetzten RSCler waren der Stammbesetzung Dresdens stets enorm unterlegen und konnten in jeder Halbzeit nur 6 Punkte erreichen, sodaß sich Halbzeitstand 28 : 6 und Endstand 49 : 12 nach lockerem Spiel zugunsten der Dresdner gestalteten.
Schön war, dass in diesem Spiel die Neuspieler gut eingebracht werden konnten.
Ein eher entspannter Einstieg, den man nicht verpassen konnte.

2. Spiel: Rolling Lions vs RSV Eintracht Stahnsdorf – 38 : 27

Nun kam der eigentliche Auftakt. Die Stahnsdorfer spielten forsch und offensiv, sodaß die Dresdner in der 1. Halbzeit aufwachen mussten. Allerdings gelang das nur ein wenig schleppend, da das Spiel sich durch die Lions nicht beherrschen ließ. So gingen die Spieler mit 16 : 15 knapp zugunsten der Stahnsdorfer in die Halbzeitpause.
Nun gaben sich die Dresdner aber einen Ruck und zogen an. Dem konnten die Stahnsdorfer nun schwer folgen und spielten zunehmend ruppiger, sodaß das Spiel einen unangenehmen Charackter erhielt. Dennoch gelang es den Lions, das Ruder in die Hand zu nehmen und das Spiel zu dominieren. Am Ende ein Sieg mit 38 : 27 Punkten.

3. Spiel: Rolling Lions vs Salutare Wrolclaw 50 (51) : 49

Nun kam der härteste Gegner ins Spiel. Im Spiel Wroclaw gegen Stahnsdorf konnte beobachtet werden, dass die Gäste aus Polen wohl nur schwer zu schlagen sein würden.
Dementsprechend konzentriert gingen die Dresdner aufs Feld.
Die Polen konnten mit 4 großen Spielern, starken Lowpointern und 2 Nationalspielern auftrumpfen.
Trotz eines guten Starts konnten die Lions das polnische Team im Verlauf der ersten Halbzeit schwer kontrollieren. So gerieten sie deutlich mit 17 : 25 ins Hintertreffen.
Auch bis Mitte der 2.Halbzeit zwangen die Wroclawer den Lions ihr Spiel gnadenlos auf.
Daraufhin musste zu drastischen Mitteln gegriffen werden und die Dresdner gingen aufs Ganze. Die konsequent angesetzte und gut abgestimmte Presse brachte die Polen in arge Schwierigkeiten. Trotz einiger Erfolge mussten sie nun viele Treffer einstecken und der Abstand verkürzte sich zusehends. Ein oberkrasses Spektakel entfaltete sich und unter tobendem Applaus rissen die Lions den Wroclawern das Spiel förmlich aus den Händen.
So gelang bis zum Abpfiff ein Einstand von 47 : 47.
In der 2 minütigen Verlängerung gelangen den Dresdner nach weitergeführtem hartem Kampf 1 Punkt mehr aus den polnischen Gästen, sodaß am Ende Wroclawer sich den überglücklichen Lions mit 51 : 50 geschlagen geben mussten.

Total geniales Spiel, was gezeigt hat, dass die Lions als Superteam fungieren können, wenn der Anspruch und die Disziplin und vollster Einsatz gegeben sind.
Einfach Spitze und völlig unerwarteter Verlauf zur Überraschung und Freude aller (fast aller).

Der Gruppenerste war geschafft.
In Gruppe 1 konnte sich Cottbus vor Halle vor Zwickau vor Berlin behaupten.
Nun war die Frage, ob die Cottbuser in der Lage sein würden, die Polen zu schlagen und „wie verabredet“ im Finale Dresden gegenüberzutreten.
Bei Niederlage Cottbus´ müssten sich die Lions den Wroclawern noch einmal stellen.

Vor den Halbfinalspielen wurde noch das traditionelle 24sec-Dauerfreiwurf-ShootOut veranstaltet.
Hier gingen Frank Hofmann, Tino Lowke und Tony Steyer an den Start. (5 – 5 – 0)
Es gab ordentlich was zu sehen als ein Spieler der polnischen Gäste 11 Treffer und eine Spielerin des RSC Berlin 10 Treffer landen konnten! Das war ein echtes Fest und stellt wohl einen neuen Record dar.

4. Spiel: Rolling Lions vs RBC 96 Halle 34 : 22

Nach der Mittagspause traten die Dresdner gegen Halle an.
In der ersten Halbzeit hatten die Lions unerwartet aber wahrlich leichtes Spiel. Ohne Schnörkel und Streß konnte der Spielstand bis zur Halbzeit auf 19 : 8 ausgebaut werden.
Aufgrund der offenbaren Leichtigkeit, ließ sich Dresden dazu verleiten, alle Neuspieler aufzustellen und die starken Stammspieler heraus zu nehmen.
Hier geschah wieder einmal das Fatale!
Es lief nichts mehr! Wie abgeschnitten war der Erfolgsfaden – ohne Aufbau – ohne Abschlüsse! Hingegen die Hallenser machten sich stark und legten jedem missglückten Angriff der Dresdner einen erfolgreichen Angriff hin. So rückten sie näher, holten auf und... überholten die Lions geradewegs bis zur Mitte der 2. Halbzeit.
Darauf blieb den Dresdner nichts weiter übrig, als den Fehler zu korrigieren und die starken Stammspieler wieder einzusetzen. Erst nach einer Weile fanden die Lions ihr Spiel wieder und kehrten den Spielstand nach einem nunmehr wirklich vermurksten Spiel zum siegreichen 34 : 22.

Ernüchternd und erschreckend anzusehen, dass Orientierung und Vermögen dermaßen absolut verloren gehen kann, wenn führende Stammspieler nicht ins Spielgeschehen direkt eingreifen können.
Besonders im Vergleich zum vorangegangenen Spiel gegen Polen.
Dresden hat immer noch das Problem, sich an die Gegner „anzupassen“, selbst, wenn es negativ sein sollte.

5. Spiel: Rolling Lions vs Salutare Wroclaw FINALE 29 : 24

Im Halbfinale war es den Cottbusern leider nicht gelungen, die polnischen Gäste zu bezwingen. Mit einer knappen Niederlage von 6 Punkten Differenz mussten sie sich traurigerweise geschlagen geben und die Wroclawer zogen ins Finale ein und traten Dresden nun zum 2. Male gegenüber.

Keiner der beiden Mannschaften wollte sich etwas schenken und die polnischen Sportsfreunde wollten die Niederlage aus der Vorrunde nun gern korrigieren.
So ging es gleichauf hin und her, sodaß die erste Halbzeit nur knapp aber mit 16 : 14 zugunsten der Wroclawer ausging.
In der 2. Hälfte wurde der Druck auf die polnischen Spieler erhöht, sodaß nur noch wenige Male der stärkste Spieler der Gäste erfolgreich sein konnte. Mit viel Anstrengung und den notwendigen Funken Glück konnten die Lions nach einem ebenfalls harten Kampf das Spiel mit wenigen Körben Vorsprung für sich mit 29 : 24 entscheiden.

Es war geglückt!
SIEG!
Das Turnier war erfolgreich beendet worden.
Das Glück darüber drückten die Lions deutlich mit einer Dankeslaola für das Publikum aus.

DAS GESTELLTE ZIEL WURDE ERREICHT!
WIR FAHREN ALS UNGESCHLAGENE SIEGER ZUM FINALE NACH LANGENHAGEN! HURRA!
Darauf freuen sich schon alle Lions, die mitfahren wollen.

Herzlichster Dank gilt den Begleitern, die uns bei der Organisation in der Halle, beim Zählen, Rufen, Klatschen, Anfeuern, Freuen und und und... geholfen haben.
Ihr wart eine SUPERUNTERSTÜTZUNG für uns! DANKE!

So bedanken sich nun die „Rolling Lions“ Dresden bei allen Sponsoren, Organisatoren, Helfern und Teilnehmern für das gelungene Turnier und den echt schönen Tag im Sinne des Rollstuhlbasketballs.



So grüße ich Euch alle mit unserem Schlachtruf!

Lions , let´s rock and – ROLL!

Euer Christoph Merthen

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